2.Männer: SV Grün-Weiß Linda vs. SV Allemannia 08 Jessen II 3:2 (2:1)

Geschrieben von Sebastian Müller am . Veröffentlicht in 2.Männer Spielberichte

Auf den harten Boden der Realität wurde unsere Reserve am vergangenen Samstag zurückgeholt. Am ersten Spieltag fuhr man, mit dem unbedingten Willen drei Punkte zu entführen, nach Linda. Auf der Seite der Gastgeber stand ein alter Bekannter an der Linie. Mit Gerald Neiße konnten die Lindschen mit einem neuem Trainer in die Saison starten. Die Reserve der Allemannen konnte nahezu in Bestbesetzung antreten - auch in Linda waren alle Mann an Deck, sodass dies ein spannendes Derby versprach.
Von der ersten Minute entwickelte sich ein offenes Spiel, wo jedoch keine zwingenden Chancen herausgespielt werden konnten. Die beste Gelegenheit hatten im Doppelpack Jens Wäsch und Felix Wielsch, welche eine Hereingabe in der Mitte verpassten.
In der 23. Minute wurde der Ball in die Schnittstelle auf Holger Böhme gespielt. Er flankte gefühlvoll auf den zweiten Pfosten, wo Jens Wäsch den Ball nur noch über die Linie drücken brauchte - Führung für unsere Allemannia.
Doch im Freudentaumel wurden die Allemannen überrascht. Der schnelle Benito Richter setzte sich auf der rechten Seite der Schwarz Weißen durch und spielte den Ball in die Mitte. Sichere Beute für den Jessner Schlussmann – dachten alle Anwesenden. Er ließ den Ball nach vorne prallen, wo Linda am Ende glücklich zum 1:1 abstauben konnte. In der 39. Minute dann eine Kopie des Ausgleiches - wieder konnte der Torwart den Ball nur nach vorn prallen lassen, erneut schob Linda den Ball ein und nahm das Geschenk dankend an - eine Führung aus dem Nichts. Dem vorausgegangen war jedoch auch ein Foul an Christoph Danneberg, was der Schiedsrichter leider übersah.
Mit diesem Rückstand ging man in die Kabine. Man nahm sich in der 2.Hälfte viel vor, wurde jedoch kalt erwischt.
3:1 mit dem Wiederanpfiff. Langer Ball - die Abwehr verschätzt sich - Ball im Tor - keine Abwehrchance für den Jessner Keeper.
Nun blieb den Allemannen noch 40 Minuten Zeit um das Spiel zu drehen bzw. sich den Ausgleich zu erarbeiten. Linda konzentrierte sich auf das Verteidigen, ohne gefährlich zu werden und die Allemannen rannten an.
Holger Böhme und Jens Wäsch hatten die besten Möglichkeiten um ein Tor zu erzielen, doch der Kopfball von Holger Böhme und der Schuss von Jens Wäsch verfehlten das Ziel am Ende knapp.
Kurz vor Schluss konnte Christoph Danneberg den Ball noch zum Anschlusstreffer über die Linie drücken. Das war aber auch der Schlusspunkt einer nicht immer fairen Begegnung.
Unschöner Höhepunkt der Partie war die Rote Karte für die Hausherren in der 79. Minute. Hier sprang der Spieler mit der Nr.6 aus Linda, der bis dahin beste Mann auf dem Feld, dem Jessner Spieler Christoph Danneberg mit Absicht und aus Frust des davor verlorenen Balles gestreckt von hinten in die Beine. Eine Chance den Ball zu spielen war hier nicht gegeben. Es wunderte alle Anwesenden, dass sich der Jessner Spieler nicht ernsthafter verletzte. Mit den Worten "man muss dem Publikum auch mal was bieten" verließ er das Spielfeld. Schade!
 
Ebenfalls sollte an dieser Stelle noch ein kurzes Statement zum Schiedsrichter erfolgen:
Wer am Ende einer Begegnung beide Trainer fragen muss, wie die Regeln bei der Auswechslung sind, sprich wie oft gewechselt werden kann, sollte sich doch etwas mehr auf die anstehende Partie im entsprechenden Bundesland vorbereiten. Darüber hinaus geben wir zu bedenken, dass eventuell ein wenig Fingerspitzengefühl beim Ansetzen des Schiedsrichters von nöten sei, um gegebenfalls nachfolgende Schwierigkeiten auf dem Platz, bei einem Derby, zu vermeiden.
Kurios ist ebenfalls, dass nach einem Foul bis zum Wiederanpfiff insgesamt 5 Minuten vergehen. Darin enthalten war weder eine Auswechslung, noch eine Behandlung o.ä.. Demzufolge entspricht dies nicht der Nachspielzeit von 4 Minuten, wenn zudem noch 7 weitere Wechsel getätigt wurden.
 
Wir alle wissen, wie wichtig Schiedsrichter sind und das es keine Selbstverständlichkeit ist, sich Woche für Woche auf den Platz zu stellen um Partien zu leiten. Dennoch sollte hier, im Bezug auf die Ansetzung, ein gesundes Mittelmaß, unter Berücksichtigung der zu erwartenden Faktoren, gefunden werden.
 
geschrieben von Martin Kotte

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