Interview des Monats Dezember - Hartmut Nachtigall

Geschrieben von Julius Sahr am . Veröffentlicht in Interview der Woche

Interview des MonatsDas letzte Interview der Woche für dieses Jahr. Da dachten wir uns, dass wir mit unserem Präsidenten reden. Er stand uns Rede und Antwort. Viel Spaß beim Lesen.        

Welche Geschichte verbindet dich mit der Allemannia? Wie bist du 1993 zum Verein gekommen?

„1983 bin ich aus familiären Gründen nach Jessen gezogen und habe hier meine berufliche Tätigkeit als Lehrer aufgenommen. Im Vorfeld bin ich auf einer Veranstaltung in der damaligen Kegelbahn vom Sportfreund Ottokar Leibe gefragt worden, ob ich nicht in Jessen Fußball spielen wolle, die 1.  Männermannschaft brauche Verstärkung. Hintergrund war eine Verwechslung: man glaubte, ich käme als aktiver höherklassigen Spieler von Stahl Finow, ich kam jedoch "nur" vom kleinen SV Eintracht Vienau, aber aus der Bezirksklasse.                                                         Mit dem Umzug war es für mich auch klar,  dass ich in meinem neuen Heimatort spielen würde. Diese erste Phase dauerte allerdings nicht sehr lange. Eine Verletzung beendete sie und für mich gab es mehrere Jahre keinen Fußball. Erst mit Beginn der 90er Jahre begann dann das zweite Allemannia- Fußballerleben bei den " alten Herren". Mehr als 15 Jahre habe ich dort gespielt, und wenn ich zurückblicke, sehr erfolgreich, in einer sich gut verstehenden Gemeinschaft mit vielen schönen Siegen und Erlebnissen. Doch irgendwann sollte man Schluss machen. Die Gelenke wollten auch nicht mehr und so kicke ich heute nur noch aus Spaß in der Ü 50-Spielgemeinschaft mit Annaburg.                                                                
Im Vorstand des Vereins bin ich seit den Vorbereitungen für die 100-Jahr-Feier der Allemannia tätig. Bei diesem Vereinshöhepunkt war ich für die Festveranstaltung verantwortlich.

Du wurdest in diesem Jahr als Präsident des Vereins gewählt. Wie waren die ersten Monate im neuen Amt?

„Ich bin nun mehrere Monate im Amt und es war eine arbeitsreiche Zeit: der neue Vorstand musste sich finden, die Arbeit teilweise neu organisiert und strukturiert werden, auf aktuelle und personelle Ereignisse war zu reagierenden, der anstehende Wettkampfbetrieb und die Freizeitaktivitäten abzusichern sowie die vielen kleinen und größeren Widrigkeiten zu lösen. Das alles war nur möglich, durch die sehr engagierte, eigenständige  Mitarbeit von vielen im Vorstand und im gesamten Verein.

Was bewegte dich dazu dieses Amt anzutreten?

„Allemannia 08 - das sind etwa 500 Mitglieder, die sich in verschiedenen Sparten sportlich aktiv betätigen bzw. unserem Verein die Treue halten. Die ehrenamtliche Tätigkeit verlangt deshalb für diesen großen Verein im ländlichen Raum ein erhebliches Engagement von allen Beteiligten, wobei die Vereinsführung eine besondere Verantwortung trägt. Viel Arbeit also -  und nicht immer nur Freude. Mit dem Ausscheiden unseres Präsidenten K.-D. Richter ergaben sich Fragen. Wie weiter? Wer würde den Verein führen?  Im Findungsprozess  für den neuen Vorstand bin ich dann oftmals gefragt und gebeten worden, diese Aufgabe zu übernehmen. Warum habe ich mich dann schließlich zur Wahl gestellt? Ganz einfach! Das Vereinsleben in meinem Verein musste weitergehen, unsere Mitglieder und Unterstützer erwarten auch in Zukunft eine organisierte Arbeit, möchten sportliche Erfolge sehen und sich körperlich fit halten. Sie wollen stolz auf ihren Verein sein und dazu möchte ich meinen Beitrag leisten.

Als Präsident vertrittst du den Verein nach außen hin. Dafür muss man natürlich immer auf dem neusten Stand sein. Wie zufrieden bist du mit dem bisherigen Saisonverlauf der 1. Männermannschaft?

„Einen Abstieg ist immer ein tiefer schmerzlicher Einschnitt im Leben eines Vereins und mit vielen Problemen verbunden. So stand vor den Fußballern die Aufgabe, sich neu aufzustellen, und das in mehrfacher Hinsicht. Ziel für die erste Männermannschaft musste es sein, um den Aufstieg zu kämpfen und sich als Mannschaft von Allemannia 08 präsentieren.                     Wenn ich einen Blick auf die Tabelle der Kreisoberliga werfe, kann ich natürlich nur zufrieden sein. Wir spielen nicht nur mit, sondern stehen einen Spieltag vor Abschluss der Hinrunde an der Tabellenspitze. Was will ein Präsident mehr! Dennoch, es ist bisher nichts entschieden und ich sehe durchaus noch Reserven in unserem Spiel. die Mannschaft und Trainerteam erschließen müssen, um die Spielstärke weiter zu verbessern.

Welche Ziele setzt du dir zusammen mit dem Vorstand für unseren Verein?

„Welche Ziele setzen sich ein neuer Präsident und Vorstand in der Situation des Frühsommers 2014?                                                                                                                     Ich denke die Gedanken gingen in verschiedene Richtungen, trotzdem verfolgten alle das gleiche Ziel: eine breite und stabile, zugleich auch erfolgreiche und anerkannte Vereinsarbeit. Dazu gehören insbesondere die Gewährleistung des Spielbetriebes aller Mannschaften von den Bambinis bis zu den Frauen /Männern in ihren jeweiligen Spielklassen, die weitere personelle Stärkung, die organisatorische Absicherung aller Spiel- und Freizeitaktivitäten des Vereins sowie die Beibehaltung einer soliden finanziellen Basis, um all das zu ermöglichen.

Wir wünschen dir viel Kraft und Gelingen für die Ziele, sowie frohe und besinnliche Weihnachtsfeiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr?

„Vielen Dank für die Wünsche, die ich natürlich sehr gern an alle Mitglieder und Förderer unseres Vereins weitergeben möchte, verbunden mit der Hoffnung, dass 2015 ein gutes Jahr werden wird, wir viele sportliche Erfolge bejubeln können, das große Engagement für Allemannia 08 nicht nachlässt sondern noch größer wird  und eine breite Unterstützung aus Wirtschaft und Gesellschaft ein interessantes Vereinsleben dauerhaft ermöglicht!

 

 

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