Interview mit David Kretschmann

Geschrieben von Julius Sahr am . Veröffentlicht in Interview der Woche

Mit David Kretschmann, vielen auch als „Kretsche“ bekannt, wird ab heute ein bekanntes Gesicht unsere 1. Männermannschaft trainieren. Wir haben mit Kretsche gesprochen und er stand uns Rede und Antwort. Im kurzen Interview lest ihr kurze Rückblicke auf seine bisherige sportliche Laufbahn und seine Aussichten auf die kommende Saison.

Hallo Kretsche, gib uns doch bitte einen kurzen Einblick, wie waren die letzten Wochen für dich, nach dem bekannt war, dass du in der kommenden Saison Trainer der 1. Männermannschaft wirst?

„Stressig, neben der aktuellen Saison mit den A-Junioren gingen die Vorbereitungen für die bevorstehende Saison im Männerbereich los. Viele Spielergespräche mussten erledigt werden und Planungen für die Sommervorbereitung wurden auch getätigt. Nebenbei gab es eigentlich zahlreiche Schulterklopfer, Glückwünsche etc.“

Nach 3 Jahren Trainer im Nachwuchsbereich der SG, kehrst du nun wieder in den Männerbereich zurück. Ein 4. Platz in der B-Junioren Landesliga 14/15, ein 3. Platz in der A-Junioren Landesliga 15/16 und in der vergangenen Saison ungeschlagen zum Staffelsieger der A-Junioren Landesliga. Wie empfandest du die 3 Jahre im Nachwuchsbereich?

„Ganz ehrlich? Am Anfang konnte ich mir dies nie Vorstellen pubertierende Jungs zu trainieren, aber ich habe mich der Sache angenommen und letzten Endes bin ich heute sehr dankbar das ich diesen Schritt gemacht habe und diese Erfahrung sammeln durfte.

Worin siehst du für einen Trainer den Unterschied zwischen Nachwuchsbereich und Männerbereich?

„Mal kurz ausgedrückt, im Männerbereich muss man liefern und zwar Punkte und im Nachwuchsbereich kann man liefern. Im Nachwuchsbereich habe ich mehr Wert auf die Individuelle Ausbildung gelegt und dann erst das Mannschaftliche. Im Männerbereich muss man dafür sorgen das DIE Mannschaft schnellst möglich da ist und funktioniert um eben die gewünschten Punkte ein zu fahren.

Mit knapp 7 Jahren bist du damals zur Allemannia gekommen. Am 01. August dieses Jahres machst du die 30 Jahre Vereinsmitgliedsschaft voll. Zu deinem Jubiläum trittst du nun also den Posten als Cheftrainer an. Geht für dich damit auch ein Traum/Wunsch in Erfüllung?

„Ui hab ich gar nicht mehr so in Erinnerung, das es schon so lange ist. Traum kann man nicht so richtig sagen eher ein momentaner Wunsch. Erfahrung sammeln halt.“

In den gut 30 Jahren Vereinsmitgliedschaft hat man schon so einige Höhen und Tiefen im Verein erlebt. An welches schöne Ereignis erinnerst du dich noch gern zurück?

„Wo ich vom Straßenkicker auf den grünen Platz gewechselt bin und meine ersten Trainingseinheiten unter Herrn Zieris, das war völliges Neuland für mich aber ich war fasziniert. Das spielen unter Trainer Heiko Zarnetzki sensationell der Mensch, ein Grund warum ich heute auch Trainer bin. Auch, wie für alle Allemannen, der Trippelaufstieg mit den Männermannschaften. Und natürlich das erlangen meines Trainerscheines, 14 Tage Stress pur aber eine geile Erfahrung. Und natürlich die letzte Saison mit den A Junioren, ungeschlagen durch eine Liga marschieren das hat schon was.

Welches Ereignis bezeichnest du in dieser Zeit als den härtesten Rückschlag?

„Was jeden Sportler zurück wirft – Verletzungen – und die waren mehr wie hart, Kreuzband und Vier mal Meniskusschaden im zwei Jahres Rhythmus, bis letzten Endes die Drohung vom Arzt kam das nächste Mal könnte es ein künstliches Knie werden. Ab da habe ich dann wirklich die Schuhe an den Nagel gehangen und bin sofort ins Trainergeschäft eingestiegen.“

Du hast damals schon als Männertrainer der 3. und 2. Mannschaft gearbeitet. In der Saison 12/13 hast du übergangsweise die 1. Männermannschaft auf Grund  der gesundheitlichen Situation von Trainer Gerald Neiße übernommen und den Klassenerhalt gesichert. Nun bist du Cheftrainer. Welches Ziel setzt du dir für die anstehende Saison mit der Mannschaft?

„Damals war es eine nicht so angenehme Sache. Gerald und Ich hatten im Frühjahr unseren Trainerschein gemeinsam abgelegt und daraufhin das Spielsystem bei Allemannia Jessen Grundlegend geändert. Aufgrund der gesundheitlichen Situation von Gerald damals blieb nur meine Person übrig die dies fortführen konnte. Im Großen und Ganzen war ich froh wo es vorbei war, ich hatte zwar viel Unterstützung von außerhalb aber letzten Endes hat mir einfach die Erfahrung in manchen Situationen gefehlt. Danach konnte ich weitere Erfahrung sammeln und werde jetzt auch anders an diese Position heran gehen. Auch für die bevorstehende Saison wird das Ziel ganz klar sein die Klasse versuchen zu halten und eine Mannschaft zu formen die Landesklassenniveau hat.

Deine Treue zeigt auch mit welcher Leidenschaft du für den Verein arbeitest. Was aber erwartest du von den Spielern? Worauf legst du besonders wert?

„Ganz Großen Wert lege ich auf Disziplin und Ehrlichkeit, weil nur damit kommt man auch weiter. Die Spiel und Trainingsbedingungen sind nahezu perfekt in Jessen, warum soll man das nicht ausnutzen. Genauso wie die Spieler es fordern das sich ein Trainer rein kniet wünsche ich mir auch das sich die Spieler rein knien. Denn die 11 Startplätze, für ein Spiel, werde ich nicht verschenken. Wir spielen alle Fussball aus freien Stücken und sehen es als unser Hobby, aber um in einer ersten Männermannschaft spielen zu dürfen muss man einiges dafür tun und leider auch opfern.“

Wie würdest du dich selbst als Trainer beschreiben?

„Gradlinig. Training wie Spiel verlange ich alles von meinen Spielern. Versuche so Professionell zu arbeiten wie es geht. Schaue mir auch viel ab bei höher klassigen Vereinen und Trainern. Mit mir kann man auch über alles offen reden und versuche immer schnell eine Lösung zu finden." 

In der kommenden Saison steht nach dem Abstieg der Grün-Weißen aus Annaburg wieder ein echtes Derby auf dem Programm. Freust du dich auf die zwei Partien gegen die Lokalnachbarn?

„Ja na klar freue ich mich darauf, zu meiner Zeit waren diese Derbys immer ein besonderes Spiel. Ich hoffe wir können ein Spiel für uns entscheiden.“

Wen siehst du in der kommenden Saison in der Landesklasse 5 als Favorit um den Aufstieg, wer muss deiner Meinung nach um den Klassenerhalt bangen?

„Beides kann man auf der Ebene nicht Direkt vorher sagen, davon hängt einiges ab wie Zu- und Abgänge bei den jeweiligen Vereinen. Wichtig ist auch wie man in eine Saison startet. Ansonsten ja Friedersdorf und Annaburg werden oben mitspielen Klieken und Trebitz auch Abtsdorf sollte man im Auge behalten. Für die untere Region ja, hoffe wir kommen gut rein, die Aufsteiger muss man sehen wie sie den Ligaalltag meistern.“

Login

Administration

Counter

Sponsoren