«Experiment» ist geglückt

Geschrieben von Jens Schramm am . Veröffentlicht in Bowling

24 Stunden auf den Bahnen - Team Bowlingclub Schlosspark beste Turniermannschaft

2008-03-25 bowling 24hMitteldeutsche Zeitung von Andreas Richter - 21.03.2008

Ralf Hentschel, Chef vom Schlosspark Bowling Jessen, war Gründonnerstag doch reichlich nervös. Schließlich stand an diesem Tag kurz vor 17 Uhr seine selbst "eingebrockte" Premiere bevor. Er und sein Team hatten nämlich die Idee gehabt, einen 24-Stunden-Bowling-Wettbewerb durchzuführen. "Da dies noch keiner gemacht hat, bin ich gespannt, ob das alles glatt über die Bühne gehen wird", so Ralf Hentschel am Rande der Eröffnung.

Das Reglement war klar festgelegt. Alle Starter hatten sich 24 Stunden (von Donnerstag 17 Uhr bis Freitagnachmittag 17 Uhr) ununterbrochen im Bowling-Center aufzuhalten, mindestens vier Mitglieder je Mannschaft mussten insgesamt 24 komplette Spiele absolvieren, vier stets im Einsatz sein. Kurze Pausen gab es nur aller sechs Stunden zum Herrichten der Bahnen, nach der Hälfte der Gesamtspielzeit wurden die Bahnen gewechselt. Für ein Nickerchen stand ein Nebenraum zur Verfügung. Eine Herausforderung für die sechs Mannschaften, die sich dieser ungewöhnlichen Aufgabe stellten.

Nach 24 Stunden Dauerbowling standen die Sieger am Freitag fest. Über eine Bowlingparty im Wert von 200 Euro für die beste Turniermannschaft freute sich das Team Bowlingclub Schlosspark von Allemannia Jessen (Sarah Wilke, Mirko Wille, Maik Globig, Frank Steffen, Jens Gnielinski und Mario Warkus). Die sechs Akteure ließen insgesamt 28 296 Pins umfallen.

Auf den zweiten Platz kämpfte sich die Mannschaft "Miss Glückt" (23 011). Drittplatzierte wurden "Die Vorletzten", das Gästeteam aus dem brandenburgischen Herzberg (21 176). Für diese beiden Plätze gab es ebenfalls je eine Bowlingparty. In der Einzelwertung holte sich Maik Globig mit 6 032 Pins den ausgelobten Gewinnergutschein. Sarah Wilke war die beste Frau des Wettbewerbes, sie kam auf immerhin 4 618 Pins.
Doch Gewinner waren wohl alle, auch wenn ihnen die Anstrengung schon deutlich anzusehen war. Den fehlenden Schlaf wollten alle als Erstes nachholen, viele befürchten, dass der Muskelkater noch einige Tage lang an den Wettstreit erinnern wird. Ralf Hentschel zeigte sich beeindruckt von seinem "Experiment". "Ich ziehe meinen Hut vor allen, die hier heute mitgemacht haben. Alle haben sich ohne Wenn und Aber an das Reglement gehalten, es gab keinerlei Ausfälle und keine Verletzungen in den zurückliegenden 24 Stunden." Klar war zwischenzeitlich die Erschöpfung zu spüren, doch zum Ende hin seien alle noch einmal richtig munter geworden.
Manche schienen gar nicht genug zu bekommen. So machten die Mitglieder von "Die Vorletzten" und auch Mirko Wille von der Siegermannschaft durch, gönnten sich überhaupt keine Pause. Für Ralf Hentschel ist es vorstellbar, solch einen Bowling-Marathon wieder mal ins Programm aufzunehmen.

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